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Public Intervention

SoSe26 Kompaktseminar

Ausgangspunkt dieses Kompaktseminars ist das Verständnis, dass Städte keine neutralen Räume sind, sondern durch Machtverhältnisse, divergierende Interessen, Ein- & Ausschlüsse, Regulierungen und alltägliche Routinen hervorgebracht und verhandelt werden. Urbane Räume werden gestaltet – materiell, rechtlich, symbolisch. Sie konditionieren Verhalten, produzieren Zugehörigkeit und Ausschluss, normalisieren bestimmte Körper, Praktiken und Lebensweisen, während andere verdrängt oder gar kriminalisiert werden. Prozesse wie Kommodifizierung und Eventisierung transformieren öffentliche Räume zunehmend in verwertbare Kulissen, in denen ökonomische Logiken soziale und alltagsweltliche Nutzungen überlagern oder verdrängen.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Seminar gestalterische, alltagsweltliche, künstlerische, aktivistische und weitere zivilgesellschaftliche Praxen, die genau an diesen Punkten ansetzen: Interventionen, die dominante Raumordnungen irritieren, räumlich-soziale Setzungen verschieben, Unsichtbares sichtbar machen oder alternative Nutzungen erproben, u.v.m.

Das Kompaktseminar versteht sich als experimentierfreudiges Labor für künstlerische und aktivistische Interventionen im öffentlichen Raum. Neben gemeinsamen Recherchen und Diskussionen steht das praktische Arbeiten im Zentrum. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Interventionen, Experimente oder Prototypen im öffentlichen Raum oder an dessen Rändern. Dabei geht es nicht um „fertige Lösungen“, sondern um das Erproben von Haltungen, Strategien und Formaten.

Erwartet wird die Bereitschaft, sich auf offene kollektive Prozesse einzulassen, im Stadtraum zu recherchieren und eigene Positionen praktisch zu erproben.